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Fahrrad-Autobahn in München?

Sep 21, 2018

Sinnvoll oder kontraproduktiv?

Die Zuwanderung in München steigt, und somit auch die Zahl der Autos. Die Verkehrspolitik der Stadt reagiert mit einem Ausbau der Fahrradwege und einer Vernichtung weiterer Parkplätze. Das Ziel ist es, mehr Leute dazu zu bewegen, das Fahrrad zu benutzen und das Auto in der Garage zu lassen. Doch ist das wirklich umzusetzen?

Es steht außer Frage, dass Fahrradfahren aufgrund der vielen Vorteile die bessere Wahl wäre. Es ist gut für die Gesundheit, denn es steigert die Fitness, verringert das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfall und vieles mehr. Vor allem Menschen, die den ganzen Tag im Büro sitzen ist Bewegung essentiell, und mit einer Fahrt zum Arbeitsplatz mit dem Fahrrad hätte man das Workout bereits hinter sich, das Sitzen fällt leichter und die Konzentrationsfähigkeit ist erhöht.

Gerade in einer Großstadt ist man mit dem Rad sogar meist schneller als mit dem Auto, denn Staus oder die Suche nach einem Parkplatz ist hier kein Thema. Das Rad kann direkt vor Ort ohne großen Platzverbrauch abgestellt werden.

Fahrradautobahn München

Zudem spart Fahrradfahren einiges an Geld, bedenkt man den hohen Spritverbrauch bei Autos durch das ständige Anfahren und Abbremsen durch Staus und Ampeln. Hinzu kommen noch die schädlichen Klimagase. Ganze 138g CO2 pro Kilometer ließe sich durch die Fahrradbenutzung einsparen.

Angesichts all dieser Vorteile ist es verständlich, dass die Stadt München das Radfahren fördern will. Die Frage ist nur, ob man das den Autofahrern einfach aufzwingen kann. Denn nicht jeder möchte das Fahrrad benutzen, und bei vielen Menschen ist es auch schlicht und einfach unmöglich, sei es aufgrund einer zu langen Strecke, aufgrund körperlicher Einschränkungen oder aus anderen Gründen. Solche Personen leiden darunter, wenn noch mehr Parkplätze wegfallen.

E-Bikes oder andere platzsparende Elektrofahrzeuge könnten bei einem längeren Arbeitsweg zwar eine gute Alternative zum Auto sein, doch nichtsdestotrotz ist ein Aufzwingen immer schwierig. Es gibt derzeit nun mal eine große Anzahl an Autofahrern und man sollte darauf Rücksicht nehmen.

Fahrradwege also schön und gut, aber es bräuchte ein intelligenteres Konzept, das Radfahrer und Autofahrer nicht gegeneinander ausspielt. Ein Wegfallen von Parkplätzen bei gleichbleibender oder sogar steigender Anzahl der Autos wäre in der Tat kontraproduktiv.



Kategorie: News